Abtreibung - Schwangerschaftsabbruch: Für das Recht auf einen freien Entscheid

ExpertInnen für die Fristenregelung
Pressekonferenz vom 26. März 2002 in Bern

JA zur Fristenregelung

Referat von Nicolette Nicole, Familienplanungsberaterin und Vorstandsmitglied von PLANeS (Schweiz. Vereinigung für reproduktive und sexuelle Gesundheit)

Die schweizerischen Familienplanungsstellen, Mitglieder von PLANeS, arbeiten in den meisten Kantonen seit vielen Jahren für die Gesundheit und das Wohlergehen in Sexualität und Fortpflanzung. Es handelt sich dabei um eine Arbeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die zur Prävention unerwünschter Schwangerschaften beiträgt.

Gestützt auf das Bundesgesetz von 1981 und dessen kantonale Anwendungen bieten die Familienplanungsstellen schwangeren Frauen und ihren Männern soziale, juristische und medizinische Informationen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft an. Ausserdem offerieren sie im Bedarfsfall Hilfe und Unterstützung.

PLANeS nimmt die Entscheidung der beiden eidg. Räte für die Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs, sofern er innerhalb der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft vorgenommen wird, mit Befriedigung zur Kenntnis. PLANeS heisst auch die Entscheidung, auf eine Beratungspflicht der schwangeren Frau zu verzichten, gut.

PLANeS befürwortet die Fristenregelung, weil

PLANeS ist gegen eine Beratungspflicht, wie sie von der CVP verlangt wird.

PLANeS möchte die Präventionsarbeit auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in einem Klima der Freiheit und der Wertneutralität fortführen können, indem sie in jedem Kanton das Angebot der niederschwelligen Beratungsstellen für Schwangerschaft und Familienplanung für Frauen und Paare jeden Alters und jeder Nationalität ausbaut. PLANES befürwortet ebenfalls die Einführung der Sexualerziehung auf allen Schulstufen und in allen Kantonen.

PLANeS wird Empfehlungen für die Organisation der Umsetzung in den Kantonen erarbeiten.

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Kampagne JA zur Fristenregelung