Abtreibung - Schwangerschaftsabbruch: Für das Recht auf einen freien Entscheid

Die Gegner der Fristenregelung

Der Verein "Für Mutter und Kind"

(Der Verein hat sich im Herbst 2006 umbenannt in "Verein Mamma")

Mit der Lancierung einer Volksinitiative im Jahr 1998 haben die radikalen Abtreibungsgegner versucht, der Fristenregelung einen "Gegenvorschlag" gegenüberzustellen. Unter dem trügerischen Namen "Für Mutter und Kind" verlangte die Initiative ein Totalverbot des Schwangerschaftsabbruchs. Das Parlament hat das Begehren deutlich zurück gewiesen. Nur wenige Volksinitiativen haben im Parlament eine ähnlich massive Abfuhr erfahren.

Der Gruppierung gelang es jedoch, christlich-konservative und fundamentalistische Kreise breit zu mobilisieren. Angesichts des missionarischen Eifers dieser Kreise kann es nicht erstaunen, dass sie 2001 zusammen mit dem Verein "Ja zum Leben" 120'000 Unterschriften für das Referendum gegen die Fristenregelung zusammen brachten.

Mit einer millionenschweren, irreführenden und frauenverachtenden Kampagne kämpften sie gegen die Fristenregelung. Der Extremismus ihrer Forderungen wurde jedoch von der Stimmbevölkerung durchschaut. Ihre Kampagne hat keine Resonanz gefunden. Ihre Initiative vermochte 2002 nur gerade 18% der Stimmen zu erreichen, die Fristenregelung wurde mit 72% Ja-Stimmen vom Volk klar angenommen.

Nach der Abstimmung blieb es einige Zeit ziemlich still um den Verein Mamma. Er engagierte sich vor allem im Rahmen seiner Stiftung "Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind", welche Frauen, die ihre Schwangerschaft eigentlich austragen möchten, aber grosse finanzielle oder familiäre Probleme haben, unterstützt.

Doch 2010 übernahm der Verein Mamma die Federführung für die Initiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache", die am 4. Juli 2011 eingereicht wurde.

Initiative 2010 "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache"
Die "Babyklappe"
Neue Strategie (2002-2006)

Initiative "Für Mutter und Kind" 1998 und Abstimmungskampagne 2002
Nein zur Intoleranz (Kommentar zur Initiative von 1998
Irreführung und Demagogie
Unlautere Kampagne
Extrem und doch gefährlich

Stiftung "Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind" (SHMK)
Die Stiftung wurde vom Verein Mamma im August 2001 als "unabhängiges Hilfswerk" gegründet. Allerdings präsidiert Dominik Müggler beide Organisationen in Personalunion. Er bestimmt auch massgeblich die Tätigkeit des Hilfswerkes.
Die SHMK bietet nicht nur materielle Hilfe an, sondern preist sich auch als Beratungsstelle an für Frauen, die wegen einer Schwangerschaft in Not geraten sind. Sie verspricht "Professionalität, Fach- und Sozialkompetenz". Schwangerschaftsabbruch ist jedoch bei der SHMK "kein Ansatz für die Beratung".
Wie professionell und fachkompetent die Beratung in der Praxis ist, hat die Journalistin Sarah Jäggi, die sich undercover bei der ASME anmeldete, in der "Zeit" vom 29.8.2013 aufgedeckt: Mit krassen Fehlinformationen über Methoden und Risiken des Schwangerschaftsabbruchs - abgeschrieben aus anti-Abtreibungs-Websites - und massiver Seelenmassage wird versucht, Frauen, die Rat und Informationen suchen, zum Austragen der ungewollten Schwangerschaft zu bewegen.

Die SHMK steckt auch hinter den in der Schweiz eröffneten Babyklappen.

 

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Die Gegnerschaft