Abtreibung - Schwangerschaftsabbruch: Für das Recht auf einen freien Entscheid

Christinnen und Christen für freien Entscheid

In Frauen vertrauen

Medienmitteilung vom 13. Mai 2002

2196 „Christinnen und Christen für freien Entscheid" rufen dazu auf, am 2. Juni ein Ja zur Änderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches (Fristenregelung) und ein Nein zur Initiative „Für Mutter und Kind" in die Urne zu legen. Die Gruppe setzt sich aus katholischen und evangelischen Frauen und Männern zusammen, die der Meinung sind, strafrechtliche Bestimmungen seien nicht geeignet, das werdende Leben zu schützen und Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern. Sozialpolitische Massnahmen sowie intensive Aufklärung sind weit wirksamer als die Kriminalisierung der Betroffenen.

Ethisches Handeln zeichnet sich aus durch Freiheit der Entscheidung. Die Fristenregelung traut der Frau eine eigene Urteilskraft und ein eigenes Gewissen zu. Es gilt, sowohl die Konflikte der Frauen in einer Notlage als auch die Ansprüche des werdenden Lebens ernst zu nehmen. Doch dies kann letztlich nur durch das Selbstbestimmungsrecht und das Vertrauen in die moralische Kompetenz der Frauen gewährleistet werden. Sie haben auch die Folgen der Entscheidung zu tragen.

Die Bibel verkündet nicht Bevormundung und Bestrafung, sondern ruft zu selbstverantwortetem Handeln auf. Das Ja zur Fristenregelung ist kein Ja zur Abtreibung, sondern ein pragmatischer rechtspolitischer Entscheid. Die Fristenregelung setzt einen verantwortungsvollen und ethisch begründeten Rahmen für etwas, was heute bereits stattfindet.

C/o FrauenKirche Zentralschweiz, Postfach 4933, 6002 Luzern

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Ethische Fragen